3. Lauf Bezirkspokal im Radsportbezirk Lahn
LOLLAR, 21.04.07 – Aus dem dritten Lauf der Bezirkspokalrennserie im Radsportbezirk Lahn gingen fabelhafte Fahrzeiten hervor. Mit 9:13 Minuten fuhr Elitefahrer Moritz Schütz von der RV Gießen-Kleinlinden die Tagesbestzeit. 75 Fahrer waren zum Kampf gegen den Berg und die Uhr auf der 4,5 km langen Strecke von der Schmelzmühle bei Lollar-Salzböden zum Waldhaus im Krofdorfer Forst angetreten.

“Heute kam man dem absoluten Streckenrekord sehr nah”, sagte Dr. Peter Pagels vom Wettfahrausschuss des Radsportbezirk Lahn. Wie nah Moritz Schütz der Rekordzeit in der langen Geschichte des Bergzeitfahrens an der ‘Schmelz’ genau kam, lasse sich nicht ohne weiteres sagen: “Dazu muss ich tief im Archiv kramen”, so Pagels. Knapp unter neun Minuten sollen es gewesen sein, die vor einigen Jahren auf derselben Strecke gefahren wurden.
Doppelerfolg für TSG Wieseck
Nicht unbekannt sind hingegen die Namen derer, die ganz gegenwärtig die beste Kraftausdauer und Zeitfahrqualitäten bewiesen haben. Stand Yannik Wohnhas vom RSC Grünberg in der Vorwoche noch als Vize-Bezirksmeister im Straßenrennen auf dem Treppchen, so schaffte es der Fahrer in der Klasse U11 mit 15:21,81Minuten diesmal selbst als Sieger auf den Spitzenplatz. Einen Doppelerfolg landete die Radsportabteilung der TSG Wieseck mit Vincent Viala (14:59,32) als Sieger in der Klasse U13 und Michel Burkhardt (12:02,54) bei den U15-Fahrern.
Speier und Scheld gewinnen
In 10:37,27 Minuten fuhr Tim Speier (RV Gießen-Kleinlinden) aus dem vier Kilometer entfernten Lollar-Salzböden einen ungefährdeten Heimsieg im Rennen der Jugendfahrer ein, vor seinem Teamkollegen Alexander Bietz, der 10:54,51 Minuten brauchte. Ein Kleinlindener Trikot leuchtete auch bei den Junioren auf: Lukas Scheld kam nach 09:42,20 Minuten ins Ziel, Erik Winter (TSG Wieseck) brauchte 09:56,34 Minuten für die 4,5 Kilometer lange Strecke. Mit 10:37,74 Minuten blieb Pierre Happel vom AMC Rodheim-Bieber als Sechster noch deutlich unter elf Minuten.
Favoritensieg bei Senioren
Bei der Frage nach einem Favoriten im Bergzeitfahren der Seniorenklasse III dürfte unter Kennern des hessischen Radrennsports auch Gerhard Härtl vom RSC Grünberg genannt worden sein. Im September 2005 hatte Härtl beim Bergzeitfahren auf den Hoherodskopf den hessischen Meistertitel gewonnnen und war mit 10:19,48 Minuten auch diesmal nicht zu schlagen. Sein Teamkollege Hartmut Kebernik wurde in 10:36,40 Minuten Zweiter, Wolfgang Pabst von der RSG Gießen und Wieseck, die das Bergzeitfahren an der Schmelzmühle ausrichtete, kam mit 10:56,91 Minuten auf Rang drei.
Dreizehn Sekunden trennten Herbert Kirch (AMC Rodheim-Bieber) vom Sieg bei den Senioren II. Mit 10:40,87 schaffte es Kirch auf den dritten Platz seiner Klasse. Deutlich längere Rennen als das 4,5 km Bergzeitfahren an der Schmelz ist Langstreckenspezialist Axel Goers von der RSG Gießen und Wieseck gewohnt. Renndistanzen von 400 Kilometer und mehr sind für den Gießener “Radoneur” keine Seltenheit. Im Bergzeitfahren ging es für Goers eher kurz, knapp und heftig mit 10:23,41 Minuten auf den zweiten Platz der Kategorie Senioren I.
Vorjahreszeit verbessert
Beim U23-Sieg von Gunnar Hüttl (RV Gießen-Kleinlinden) verpassten die am Berg starken Tim Gattinger (10:02,95, RV Gießen-Kleinlinden) und Fabian Horst (10:17,99,RSC Grünberg) auf den Plätzen vier und fünf das Podium nur knapp. In der Klasse der Elitefahrer war nur Moritz Schütz, amtierender Hessenmeister im Einzelzeitfahren, mit 09:13,91 Minuten schneller als Elitefahrer Florian Stosius (09:18,45, MTBC Wehrheim) aus dem benachbarten Radsportbezirk Taunus-Wetterau, der im Vorjahr mit 09:36 Minuten die Tagesbestzeit an der Schmelzmühle gefahren hatte.
Sportliche Leitung hoch zufrieden
“Die Tagesbestzeit hielt ich zunächst für einen Tippfehler, als ich per SMS von den Leistungen unserer Mannschaft erfuhr”, sagte Kleinlindens Rennsport-Fachwart Stephan Dietel, der an diesem Tag nicht vor Ort dabei sein konnte, aber im Vorfeld bereits besonders schnelle Fahrzeiten erwartet hatte. “Die Fahrer hatten durch den sehr milden Winter kaum Trainingsausfall und befinden sich in einer sehr guten Frühform, was sich in den Ergebnissen deutlich zeigte”.
Dietels Stellvertreter Michael Schneider und der Sportliche Leiter Heinz-Otto Baum betreuten diesmal die Kleinlindener Equipe. “Die Jungs waren alle sehr ehrgeizig und motiviert. Nicht jedem unserer Fahrer liegt die Spezialdisziplin Bergzeitfahren so gut, wie den vorne Platzierten. Jede Teilnahme bringt uns aber Punkte für die Mannschaft ein, so dass nicht nur der persönliche Anreiz, sondern auch der Teamgeist zählt”, bilanzierte Baum zufrieden.
Fortsetzung im Mai
Fortgesetzt wird der Bezirkspokal der Radsportbezirke Lahn und Taunus-Wetterau am 19. Mai mit der Hessenmeisterschaft im Einzelzeitfahren, bevor einen Tag später ein neu geschaffenes Rundstreckenrennen in Hungen auf die Mittelhessen wartet. (sd)
Auszug aus der Ergebnisliste:
Jugend U17
1. Tim-Martin SPEIER, RV Gi-Kleinlinden 10:37,27
2. Alexander BIETZ, RV Gi-Kleinlinden 10:54,51
3. Florian VORNLOCHER, RV G Rockenberg 11:00,79
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5. Florian QUAPIL RV Gi-Kleinlinden 11:09,13
Junioren U19
1. Lukas SCHELD, RV Gi-Kleinlinden 09:42,20
2. Erik WINTER, TSG Wieseck 09:56,34
3. Tobias OHLENSCHLÄGER, MTBC Wehrheim 09:58,26
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5. Dominik HOHMANN, RV Gi-Kleinlinden 10:18,64
U23
1. Gunar HÜTTL, RV Gi-Kleinlinden 09:36,63
2. Nico PITZER, RSG Buchenau 09:56,43
3. Tim-Jonas REUß, RV Gi-Kleinlinden 10:00,93
4. Tim GATTINGER, RV Gi-Kleinlinden 10:02,95
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7. Sebastian SCHUBERT, RV Gi-Kleinlinden 11:06,99
8. Michael SCHNEIDER, RV Gi-Kleinlinden 11:55,20
Elite
1. Moritz SCHÜTZ, RV Gi-Kleinlinden 09:13,91
2. Florian STOISIUS, MTBC Wehrheim 09:18,45
3. Manuel KEMMLER, TSV Ritteshausen 09:53,85
4. Steffen SCHWARZ, RV Gi-Kleinlinden 10:02,73
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6. Benjamin REXHÄUSER, RV Gi-Kleinlinden 13:47,06
Die Tagesbestzeiten im Überblick:
2007 Moritz Schütz, RV Gießen-Kleinlinden, 9:13 Minuten
2006 Florian Stosius, MTBC Wehrheim, 9:36
2005 Tim Uhl, TV Wetzlar, 9:31
2004 Ole Ipsen, RSV Marburg, 9:23
2003 Ole Ipsen, RSV Marburg, 9:55
2002 Manuel Kemmler, SLC Eschenburg, 9:50
2001 und früher: kein Ergebnis vorliegend
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