1. vanderValk-Mecklenburg Rundfahrt
Kleinlindener Rennteam bestreitet erste Rundfahrt
KRAKOW AM SEE, 02.09.07 – Irgendwann ist immer das erste Mal: Mit der “1. vanderValk-Mecklenburg-Rundfahrt” hat die Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden ihre Rundfahrt-Premiere in der Eliteklasse absolviert.
Nach einem acht Kilometer langen Auftaktzeitfahren, zwei Straßenrennen und einem Mannschaftszeitfahren kam Moritz Schütz als bester Kleinlindener auf Rang 35 der 83 Fahrer zählenden Gesamtwertung. Jonas Hartmann erreichte nach vier Tagen und über 300 Rennkilometern Gesamtrang 40.

Sturz und Defekt am zweiten
Dass Tim Gattinger, Gunnar Hüttl und Sebastian Schubert mit den Plätzen 77, 79 und 81 am Ende des Klassements zu finden waren, sei nach dem zweiten Tag zu befürchten gewesen, sagt Kleinlindens Sportlicher Leiter Heinz-Otto Baum. “Auf der Etappe des zweiten Tages fuhren wir nach einer Abfahrt über eine regennasse Kopfsteinpflasterpassage. Dort gab es einige tiefe Löcher, Rinnen und sehr grobes Pflaster. Man könnte fast sagen, es war ein Steinbruch, den wir da vor uns hatten. Im Regen war diese Stelle kaum fahrbar und einige Rennfahrer kamen zu Fall – so auch zwei Jungs von uns”, beschreibt Baum.
Kampf gegen den Rückstand
Während Sebastian Schubert und Gunnar Hüttl das Rennen nach ihren Stürzen unverletzt fortsetzen konnten, hatte Tim Gattinger einen Reifenschaden, der aber rasch behoben werden konnte. Alle drei hatten jedoch den Anschluss an das Hauptfeld verloren. Die restliche Etappe wurde für das Kleinlindener Trio somit zu einem Zeitfahren, an dessen Ende sie 23 Minuten Rückstand auf das Hauptfeld kassiert und sich aus der vorderen Gesamtwertung verabschiedet hatten. Heinz-Otto Baum nahm es sportlich: “So ist das eben bei einer Rundfahrt. Mit einem schlechten Tag kann unter Umständen alles erledigt sein. Es ist leichter, an das Ende der Gesamtwertung zu rutschen, als sich wieder nach vorne zu arbeiten”.
Die Königsetappe am dritten Tag über 138 km von Krakow am See nach Sternberg verlief hingegen fast planmäßig. Nach einem Defekt fand Gunnar Hüttl schnell wieder in das Rennen zurück und auch Sebastian Schubert kam nach einigen Kilometern in den richtigen Tritt. So konnten sich die fünf Kleinlindener Fahrer auf den Rennverlauf konzentrieren und erreichten das Ziel problemlos mit dem Hauptfeld.
Zufriedene Premiere
Ein gutes mannschaftliches Zusammenspiel zeigte das fünfköpfige Team beim abschließenden Mannschaftszeitfahren über 61,1 km. Wie vorgesehen erreichten Jonas Hartmann, Moritz Schütz und Gunnar Hüttl gemeinsam das Ziel, Sebastian Schubert und Tim Gattinger hatten sich unterwegs bei Gegenwind als Tempomacher für die Mannschaft aufgeopfert und verausgabt. Mit den Gesamträngen 35 und 40 durch Schütz und Hartmann war das Team der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden mit dem Ergebnis seiner ersten Rundfahrtteilnahme zufrieden und hofft auf eine erneute Startmöglichkeit im nächsten Jahr. (sd)
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