Nasskalter Saisonauftakt in Einhausen
EINHAUSEN, 18.03.07 – Dass sich wie gewohnt hunderte Rennfahrer auf den Start der deutschen Radrennsaison 2007 im südhessischen Einhausen freuten, ließ schon die Länge der Starterlisten erkennen. Bei nasskalter Witterung fuhr bei einigen Fahrern aber auch ein etwas ungutes Gefühl mit.
“Das sind die drei Gesetze von Einhausen: Es ist kalt, es regnet und es gibt viele Stürze”, sagt der erfahrene Rennfahrer Moritz Schütz von der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden. Beim Saisonstart blieben die Kleinlindener Elitefahrer dann auch von diesen drei Erfahrungswerten nicht verschont. Nässe, Kälte und auch einige Stürze begleiteten den gesamten Renntag.
Stürze und Defekte
Nach wenigen hundert Metern war das Saisondebüt von Elitefahrer Benjamin Rexhäuser nach einer Kollision und Sturz bereits beendet, ehe es richtig begonnen hatte. Silvio Welkner fand bei seiner Rückkehr in den Rennsattel nach drei Jahren Pause einen guten Tritt und zeigte sich häufig im vorderen Bereich des 200-köpfigen Fahrerfeldes. 22 km vor dem Ziel wurde Welkner in einen Sturz verwickelt, bei dem er einen Reifenschaden erlitt und das Rennen vorzeitig beenden musste.
Mit Massenstürzen im Hauptfeld hatten auch Jonas Hartmann und Gunnar Hüttl zu tun. Während Hartmann selbst einmal mitgerissen wurde und zu Boden ging, hatte Hüttl mehr Glück und kam selbst nicht zu Fall. Beide Fahrer mussten Nachführarbeit leisten um wieder den Anschluss herzustellen. Sie erreichten nach 71,4 km das Ziel in der Verfolgergruppe, wie auch Steffen Schwarz im 107,1 km langen Rennen der A-/B- und Kontinental-Team-Fahrer.
Bietz erreicht Ziel
Kleinlindens Neuzugang Alexander Bietz erreichte im Rennen der Jugendklasse über 47,6 km ebenfalls das Ziel, sein Teamkollege Tim Speier musste sich, durch einen Massensturz aufgehalten, aus dem Hauptfeld verabschieden und stieg nach einer Aufholjagd entkräftet aus dem Rennen aus. Ähnlich erging es den Juniorenfahrern Lukas Scheld und Dominik Hohmann, denen bei ihrem ersten Lizenzrennen Kälte, Wind und Regen zu schaffen machten. “Das Ziel war unser Ziel”, sagt Rennsport-Fachwart Stephan Dietel. Möglichst viele schnelle Rennkilometer zu sammeln sei in den nächsten Wochen das vorrangige Ziel der Kleinlindener Fahrer, um an Tempohärte zu gewinnen, so Dietel. (sd)
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