Trainingslager in heimischen Gefilden
GIESSEN, 21.02.07 – Ob man es Fasching, Fastnacht oder Karneval nennt, spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Promille und Polonaise sind Vergangenheit – Konfettireste und Katerstimmung die harte Realität.
Die Sportler der Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden plagt am Aschermittwoch auch ein “Kater”. Statt auf die Leber, ging die Faschingszeit den Radrennfahrern in die Beine – und sorgte für Muskelkater. Mit einem Trainingslager in heimischen Gefilden machten die Pedaleure um die Narretei in den Innenstädten einen großen Bogen.

Besonderes fürs Faschings-Training
Wie jede Woche während der Saisonvorbereitung, läutete am Freitagabend ein zweistündiges Konditionstraining in der Sporthalle das Wochenende ein. Am Samstag hatte der Gießener Kirchenplatz den Faschingsumzug noch vor sich, als dort die Rennsport-Sparte der RV Gießen-Kleinlinden mit 13 Fahrern die erste Etappe ihres viertägigen “Faschings-Trainingslagers” begann. Durch eine besondere Streckenwahl mit Verpflegungsstationen und durch die längere Distanz sollten sich die gemeinsamen Ausfahrten am Faschingswochenende von den sonst üblichen Trainingsfahrten unterscheiden und zu einer Art “Trainingslager” in Mittelhessen werden.
Schweres Gelände
Die Lahnberge der Universitätsstadt Marburg waren eine Station der ersten Ausfahrt. Auf halber Höhe des Anstieges lockten Getränke, Obst und leckere Kuchen, bevor es über den Berg, durch das Amöneburger Becken, den Ebsdorfer Grund und das Lumdatal zurück nach Gießen ging. Sonne und Temperaturen im zweistelligen Bereich versüßten den Kleinlindener Radrennfahrern auch auf der zweiten Etappe die harte Saisonvorbereitung. Von Nidda führte die Strecke nach kurzer, flacher Anfahrt über den 764 Meter hohen Hoherodskopf und durch welliges Terrain nach Grebenhain im Vogelsbergkreis, wo die Rennräder und ihre Fahrer zur Verpflegung einen Moment lang ruhten, um wenig später ihre Fahrt fortzusetzen.
Der Mittwoch zur Erholung
Auch am dritten Trainingstag saßen die Männern mit den blau-weiß-roten Trikots wieder einige Stunden im Sattel. Erst der Faschingsdienstag sollte mit einem lockeren Training auf der “Rolle” oder einer kurzen Ausfahrt auf dem Rennrad für Erholung nach drei anstrengenden Tagen sorgen. Erholung dürften die Anhänger von Fasching, Fastnacht oder Karneval ebenso nötig haben, doch dazu ist ja jetzt genügend Zeit, denn: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. (sd)
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