Rundstreckenrennen Senioren in Barmstadt (Hamburg)
Ein Bericht von Heinz Otto Baum
22.04.2006 (vh) – In Barmstedt, ca. 40km nördlich von Hamburg, fand am 22.4.06 ein Radrennen für Senioren auf einem 1,5 km langen, engen und winkligen Stadtkurs statt.
Zu allem Überfluß begann es pünktlich zum Start leicht zu nieseln, das dann immer stärker wurde und sich zu einem handfesten Regenwetter ausweitete. Dies machte das Rennen sehr gefährlich, zumal ca. 60 Starter der Senioren Klassen 2 (ab 40 Jahre), Klasse 3 (ab 50 Jahre) und Klasse 4 (ab 60 Jahren) zusammen starteten, aber getrennt gewertet wurden.
Start in Barmstadt

Von Anfang an wurde ein unglaubliches Tempo vorgelegt, denn die jüngeren wollten das Feld sprengen, um nicht in einem so großen und damit gefährlichen Feld fahren zu müssen. So kam es, wie es kommen mußte. Schon in der zweiten Runde passierte ein Massensturz vorne im Feld mit ca. 7 Fahrern. Ich hatte Glück und konnte seitlich vorbei fahren.
Sofort fuhren Zwei weg und konnten den Vorsprung stetig ausbauen. Der Regen wurde noch stärker, die Straße glatt und auf den weißen Markierungen war es wie auf einem Spiegel. Laufend wurde nun versucht Anschluß an die zwei Spitzenreiter zu finden, sodaß harte Sprints gefahren wurden. Dann kam langsam Ruhe ins Feld. Etwa 10 Fahrer vielen ab und so kämpften wir um Positionen und Windschatten, denn auch ein starker Gegenwind blies uns auf der halben Strecke entgegen. Nun hatte ich Gelegenheit mich nach meinen Alterskameraden umzusehen; da waren sie: R. Liebert, ein Klasse Fahrer, der sich gerne versteckt und immer zum richtigen Zeitpunkt nach vorne kommt. Dann noch R. Karrasch, ein exzellenter Sprinter aus Bad Doberan und ein weiterer Ostdeutscher, den ich noch nicht kannte, der aber hart fuhr.
Wir belauerten uns und jeder legte alles auf den Endspurt, denn das Feld blieb dicht geschlossen. Dann noch drei Runden, R. Liebert schießt nach vorne am Hinterrad W. Karrasch. Sofort sprang ich hinterher, war auch am Hinterrad. Es wurde mit allen Tricks und Finessen gekämpft. Glocke zur letzten Runde, der Ostdeutsche fährt knallhart an uns vorbei, von einem jungen Vereinskollegen gezogen, ich reagiere einen Moment zu spät, alles ist dicht und mit etwa 30 Fahrern sprinten wir dem Ziel zu. Es wird eng und enger, hektisch und gefährlich. Ich rolle in der Mitte der Gruppe ins Ziel und werde Vierter. Mit diesem Platz bin ich sehr zufrieden, die Saison ist noch jung und vor allen Dingen bin ich sturzfrei im Hauptfeld mit den wesentlich Jüngeren angekommen. Gewonnen haben die zwei Ausreißer, die für uns zu stark waren.